Zeichne die Idee.
Du musst nicht zeichnen können, um mit Zeichnen zu lernen. Eine schnelle Skizze zwingt dich, eine Idee in Formen und Beziehungen zu übersetzen. Das bleibt besser hängen als jeder abgeschriebene Satz.
Warum das wirkt
Beim Zeichnen verarbeitest du einen Begriff auf mehreren Wegen gleichzeitig: Du denkst über die Bedeutung nach, du bewegst die Hand und du siehst das Ergebnis.
Forschende der Universität Waterloo liessen Teilnehmende Wörter entweder aufschreiben oder zeichnen. Die gezeichneten Wörter wurden deutlich besser erinnert, in einigen Versuchen etwa doppelt so oft. Das galt auch für Leute, die sich selbst als schlechte Zeichner einschätzten.
So probierst du es aus
- 1Ein Begriff, eine Skizze. Nimm dir einen Begriff oder Ablauf vor und gib dir eine Minute.
- 2Formen und Pfeile. Kästchen, Kreise, Pfeile und Strichmännchen reichen völlig.
- 3Am Schluss beschriften. Ein paar Stichworte machen die Skizze später wieder lesbar.
- 4Steckst du fest? Lass die KI zeichnen. Selber zeichnen wirkt am stärksten, weil du dabei ordnen musst. Kommst du aber hinten und vorne nicht weiter, lass dir von ChatGPT, NotebookLM, Claude oder deiner Lieblings-KI eine Infografik machen. Schau sie an, leg sie weg und zeichne sie dann aus dem Kopf nach.
«Ich kann nicht zeichnen» gilt nicht. Es geht nicht um ein schönes Bild, sondern darum, dass dein Kopf die Idee umbauen muss.
Welche Methoden passen zu deinem Kopf?
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