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Sprich vom ersten Tag an.

Viele warten mit dem Sprechen, bis sie sich «bereit» fühlen. Dieser Tag kommt selten. Dabei findest du heute einfacher einen Gesprächspartner, als viele denken: per Videocall, mit einer Person, die die Sprache als Muttersprache spricht. Gegen Bezahlung oder als Tandem, bei dem ihr euch gegenseitig eure Sprache beibringt.

Warum das wirkt

Sprechen ist etwas anderes als Verstehen. Erst wenn du selbst Sätze bauen musst, merkst du, welche Wörter fehlen. Genau die suchst du dann. Jedes Gespräch ist Abfragen unter echten Bedingungen.

Eine Person aus einem anderen Land macht es spannender. Ihr habt euch mehr zu erzählen, und du erfährst nebenbei viel über ihr Leben und ihr Land. So redest du über Dinge, die dich interessieren, statt über Dialoge aus dem Lehrbuch.

Ja, die ersten Minuten sind ungewohnt. Du wirst Fehler machen und nach Wörtern suchen. Das ist gut so, denn genau dort lernst du. Raus aus der Komfortzone: Du wirst es überleben.

Gelernt wird ausserhalb der Komfortzone.

So probierst du es aus

  1. 1Die richtige Person finden. Wähle jemanden, der die Sprache als Muttersprache spricht und am besten in einem anderen Land lebt. Bewusst keine Sprachlehrperson: Du willst reden, keinen Unterricht. Frag zuerst in deinem Umfeld. Vermutlich kennst du jemanden aus diesem Land, und diese Person hat dort Bekannte, die sich über ein kleines Taschengeld freuen. Sonst findest du auf Plattformen wie italki Gesprächspartner gegen Bezahlung, über Tandem-Apps kostenlos.
  2. 2Die gemeinsame Sprache verbieten. Sprecht ihr beide zum Beispiel Englisch, macht vor dem ersten Gespräch ab: Englisch ist tabu. Lieber umschreiben oder im Videocall mit Händen und Füssen zeigen als übersetzen. Fang gar nicht erst damit an.
  3. 3Reden statt Grammatik. Redet nicht über die Sprache, sondern in der Sprache. Gehen euch die Themen aus, sucht im Internet ein zufälliges Bild und beschreibt, was ihr seht. Oft entsteht daraus ein ganz anderes Gespräch, und dem darfst du folgen.

Nicht über die Sprache reden. Mit der Sprache reden.

Arto Steiner

So habe ich es erlebt

Für Spanisch suchte ich mir keine Lehrerin, sondern eine Person in Guadalajara: eine Mutter von zwei Kindern, die sich gerne etwas dazuverdient. Den Kontakt bekam ich über Bekannte. Per Videocall sprachen wir von der ersten Minute an nur Spanisch: reine Praxis. Ich bezahle lieber dafür, als ein Tandem zu machen.

Welche Methoden passen zu deinem Kopf?

Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir, wo es bei dir hakt und was du gleich ausprobieren kannst.

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