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«Das kann ich schon.» Wirklich?

Am Anfang eines Themas fühlt sich vieles einfach an. Je mehr du lernst, desto mehr siehst du, was du noch nicht weisst. Dieses Phänomen kennen viele unter dem Namen Dunning-Kruger-Effekt: Wer wenig weiss, schätzt sein Können oft zu hoch ein.

Warum das wirkt

In der berühmten Studie von 1999 schätzten Versuchspersonen mit den schwächsten Testergebnissen ihre Leistung viel zu hoch ein. Sie lagen im untersten Viertel, glaubten sich aber über dem Durchschnitt.

Ehrlich gesagt: Wie gross der Effekt wirklich ist, wird heute diskutiert. Ein Teil davon lässt sich statistisch erklären. Unbestritten ist aber, dass unser Gefühl ein schlechter Massstab ist. «Vertraut» fühlt sich an wie «gekonnt» (siehe «Markieren fühlt sich nach Lernen an.»).

Die gute Nachricht: Wer sich regelmässig testet, schätzt sich realistischer ein. Der Test ersetzt das Gefühl.

So probierst du es aus

  1. 1Vorher schätzen. Bevor du dich abfragst: Wie viele von 10 Fragen kannst du? Schreib die Zahl auf.
  2. 2Dann testen. Frag dich ehrlich ab, ohne Spickzettel. Zähl, wie viele du wirklich konntest.
  3. 3Vergleichen. Lagst du zu hoch? Dann weisst du, wo du ansetzen musst. Mit der Zeit werden deine Schätzungen genauer.

Dein Gefühl schätzt. Ein Test weiss es.

Welche Methoden passen zu deinem Kopf?

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