Beim Weissabgleich gibst du der Kamera die Farbe des Lichts an. Sie rechnet dann das Gegenteil hinein, damit Weiss wieder weiss wird. Die Regel ist einfach: Stell den Weissabgleich auf die Kelvin-Zahl des Lichts.
Stellst du eine zu hohe Zahl ein, meint die Kamera, das Licht sei bläulich. Sie gibt Orange dazu, das Bild wird zu warm. Stellst du eine zu tiefe Zahl ein, gibt sie Blau dazu, das Bild wird zu kühl. Profis prüfen das mit einer Graukarte. Jede Farbe im Digitalbild besteht aus drei Zahlen für Rot, Grün und Blau. Sind sie auf der Graukarte gleich gross oder fast gleich, ist das Bild neutral.
Drei Wege zum richtigen Weissabgleich:
Mit dem automatischen Weissabgleich schätzt die Kamera selbst. Das klappt oft. In einer Bildserie kann die Farbe aber von Bild zu Bild schwanken, etwa wenn sich der Ausschnitt ändert. Bei sehr warmem Licht wie Kerzen oder Glühlampen lässt die Automatik meist einen Teil der Wärme im Bild. Mit einer Voreinstellung oder einer Kelvin-Zahl legst du den Wert fest. Am genauesten ist ein manueller Weissabgleich: Du fotografierst eine Graukarte im gleichen Licht und lässt die Kamera daraus messen.
Fotografierst du im RAW-Format, speichert die Kamera die Rohdaten des Sensors. Den Weissabgleich kannst du dann nachträglich ohne Qualitätsverlust ändern. Ein JPEG ist ein fertig berechnetes Bild. Der Weissabgleich ist eingerechnet, eine Korrektur kostet Qualität.